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10.12.2009, Reutlingen:
Vom Heim ins Pflegeheim?

Großes Interesse am Fachtag zu Alter und Behinderung in Rappertshofen


18.11.2009, Ellwangen:
Doppeldiagnose im Fokus

Fachtag am Rabenhof Ellwangen beschäftigte sich mit Psychose und Sucht


17.11.2009, Laichingen:
Behinderte integrieren

Neuer Förderverein der Eingliederungshilfe gegründet


04.11.2009, Ilshofen:
Wichtige Impulse

L.EH-Wohnheim für Senioren mit Behinderung in Ilshofen eröffnet


30.10.2009, Reutlingen:
Freizeit auf der Ferieninsel Ameland

Erholsame Tage an der Nordsee


29.09.2009, Reutlingen
Vergnügen im Vordergrund

Premiere - Beim ersten Rappertshofener Kultursonntag gab es heitere Geselligkeit bei Kabarett und Musik


23.07.2009, Reutlingen
Zu Besuch bei Van Gogh im Kunstmuseum Basel

Ausstellung "Zwischen Himmel und Erde"


08.07.2009, Tübingen:
Brückenbauer im Französischen Viertel

Mitglieder der „Bridge“-Kampagne besichtigten das stadt.raum-Projekt der L.EH


20. und 21.06.2009, Ulm
Zeltlager mit Kick

Fußballturnier des Tannenhofs lockte 20 Teams aus ganz Süddeutschland an


08.05.2009, Ulm/Radolfzell
Bundeskunstpreis für Tannenhof-Künstlerin

Preisverleihung am Bodensee


08.05.2009, Reutlingen:
Neuer Magnet für Rappertshofen

Nationalspieler waren zur Einweihung der Bocciabahn gekommen


23.04.2009, Reutlingen:
Wie der Lesestoff zum Leser kommt

Schüler besuchten Buchhandlung in Orschel-Hagen zum Welttag des Buches


17.04.2009, Reutlingen:
Wie ein Fisch im Wasser

Grachmusikoff-Trio trat in Rappertshofen auf


27. bis 29.03.2009, Markgröningen:
Platz 4 bei Boccia Riverland Cup

Armin Blum startete am letzten März-Wochenende in Holland


06.03.2009, Reutlingen
Spende für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Menschen mit Behinderung in Rappertshofen Reutlingen erhalten 5.000 Euro aus Adventskalenderaktion der Lions Club Reutlingen


12.02.2009, Reutlingen:
In Rappertshofen sind die Narren los

Faschingsball in der Mehrzweckhalle


16.01.2009, Stuttgart, Pressemitteilung Porsche:
Porsche Engineering unterstützt soziale Einrichtung in Markgröningen

Vier Spezialmaschinen an Behindertenwerkstatt übergeben


    18.11.2009, Ellwangen:
Doppeldiagnose im Fokus


Der Personenkreis der Menschen mit einer Doppeldiagnose aus den Bereichen Psychose und Sucht nimmt in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe kontinuierlich zu. Der Rabenhof Ellwangen als Facheinrichtung der LWV.Eingliederungshilfe GmbH (L.EH) für psychisch erkrankte Menschen arbeitet deshalb daran, sein Versorgungsangebot für diesen Personenkreis weiter zu entwickeln. Bei einem Fachtag mit mehr als 100 externen Besuchern und rund 60 Mitarbeitern der L.EH wurden die grundlegenden konzeptionellen Fragestellungen der Therapie und Begleitung diskutiert.

L.EH-Geschäftsführer Joachim Kiefer begrüßte Referenten und Teilnehmer mit einem Hinweis auf den „roten Faden“ der früheren Fachtage, der beinahe zwangsläufig zum diesjährigen Thema geführt habe. „Fachliche Anregungen, Best-Practice-Beispiele, aber auch der kritische Blick von außen auf unsere Angebote und Strukturen liefern uns unverzichtbare Hinweise und Perspektiven für einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung“, begründete Kiefer den hohen Stellenwert, den die L.EH ihren Fachtagen beimisst.

Referate hielten Dr. Barbara Richter vom ZfP Nordbaden, Dr. Winfried Oberhausen von der Hunsrück-Klinik in Simmern, Wolfgang Krüger vom Fassbacher Hof in Leverkusen sowie Ursula Mannschitz von der Sozialen Hilfe Marburg. Sonja Brand vom Rabenhof informierte außerdem über die aktuellen konzeptionellen Überlegungen, spezialisierte Angebote für Menschen mit Doppeldiagnose in Ellwangen einzurichten.

Mehrere zentrale Diskussionsthemen wurden in den Vorträgen und Diskussionsbeiträgen herausgearbeitet: Neben der Frage nach der Notwendigkeit und Berechtigung von Spezialeinrichtungen für diesen Personenkreis wurden auch die teils konträren Therapieansätze bei Psychosen und Suchterkrankungen thematisiert. Hinterfragt wurde insbesondere von Wolfgang Krüger auch die Bedeutung der kompletten Abstinenz als Therapieziel.

Nachdem Dr. Barbara Richter mit sehr anschaulichen Beispielen aus ihrer ärztlichen Praxis bei der Behandlung von Menschen mit Doppeldiagnose ins Thema eingeführt hatte, stellte Dr. Winfried Oberhausen teils provokante Thesen zum Thema Doppeldiagnose in den Raum. So sei bereits die Diagnosestellung in vielen Fällen kritisch zu hinterfragen. Spezialisierte Einrichtungen für diesen Personenkreis bezeichnete Oberhausen als „nicht zwingend“, Spezialangeboten wie Psychoedukation bescheinigte er „nur einen sehr begrenzten Wert“. Wolfgang Krüger betonte die Vielschichtigkeit der Wechselwirkungen zwischen psychischer Verfasstheit und Substanzgebrauch, die bei der Behandlung und Betreuung berücksichtigt werden müsse. Der subjektiven Zufriedenheit der Klienten komme in der soziotherapeutischen Betreuung außerdem eine große Bedeutung zu. Für einen immer wieder neu zu findenden individuellen Zugang plädierte auch Ursula Mannschitz, die sich klar für spezialisierte Einrichtungen und auch für die Abstinenzorientierung als wichtigem Therapieziel aussprach.

Podiumsdiskussion

Trotz dieser teilweise deutlich divergierenden Meinungen herrschte im Podiumsgespräch zum Abschluss des Fachtags Einigkeit unter den Experten, dass der Personenkreis der Menschen mit Doppeldiagnose besondere Herausforderungen an die Einrichtungen mit sich bringe – auch deshalb, weil ein Teil der betroffenen Psychosekranken mit Opiatabhängigkeit auf verschiedenen Gebieten höhere Kompetenzen mitbringe. Dies, so eine These von Wolfgang Krüger, könne mit der Sozialisation in Drogen konsumierenden Jugendszenen zusammenhängen. Patienten mit Doppeldiagnose hätten im Vergleich zu Personen ohne Suchtproblematik in der Regel bereits sehr viel mehr Erfahrungen in Kontakten außerhalb der Primärfamilie einschließlich sexueller Beziehungen gemacht.

Stephan Gokeler