Basisstation für neue Ziele


Mit einer Fachveranstaltung wurde kürzlich die neue Betriebsstätte der LWV.Eingliederungshilfe mitten in Aalen offiziell eröffnet. Als Thema stand die Frage „Was kann das Quartier für Menschen mit psychischer Erkrankung oder seelischer Behinderung in Aalen leisten?“ im Zentrum der Veranstaltung. Denn die Werkstatt, die Arbeitsmöglichkeiten für 12 Menschen mit Behinderung bietet, solle vor allem „als zusätzlicher Knotenpunkt in einem vielfältigen Netzwerk wirken, das Menschen mit Behinderung Übergänge zwischen verschiedenen Assistenzangeboten erleichtert“, wie Joachim Kiefer, Geschäftsführer der LWV.Eingliederungshilfe (L.EH), sagte.

 

Als „Basisstation in allen Lebenslagen“ schilderte Friedrich Haselberger die Funktion der neuen Betriebsstätte. Der Manager des Geschäftsbereichs Werkstätten und Service der L.EH beschrieb sie als Ort der offenen Türen, der gleichermaßen den Weg zu Arbeitsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ebnen wie auch einen Raum der Sicherheit bieten könne. Kristin Schwarz, Direktorin des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, hob die Möglichkeiten durch die neue Betriebsstätte in ihrem Grußwort hervor: „Wir brauchen einen bunten Strauß an Angeboten. Verschiedene Tätigkeiten und Aufgabenbereiche kennenlernen zu können, das ist Normalität am Arbeitsplatz.“

 

Kurze Wege in der Stadt, zwischen verschiedenen Wohn- und Arbeitsangeboten, aber auch vielfältige Verbindungen innerhalb des Quartiers tragen dazu bei, dass Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben in Aalen teilhaben können. Die Forderung, dass auch Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Behinderung ein selbstbestimmtes Leben außerhalb spezialisierter Institutionen führen können, sei bereits vor mehr als 40 Jahren eine zentrale Forderung der Psychiatrie-Enquete gewesen, erinnerte Dr. Michael Konrad in seinem Fachvortrag. Dr. Konrad ist beim Ministerium für Soziales und Integration in Baden-Württemberg Referent zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG).

 

Ein zentrales Element des BTHG sei die Partizipation von Menschen mit Behinderung, die von Selbsthilfegruppen seit langem unter dem Motto „Nichts über uns ohne uns“ eingefordert werde, so Dr. Konrad. Mit dem im Land entwickelten „Bedarfsermittlungsinstrument“ werde der Paradigmenwechsel von fürsorgeorientierten institutionellen hin zu personenzentrierten Leistungen festgeschrieben. Gemeinsam mit den Betroffenen werden damit künftig kurz-, mittel- und langfristige Ziele der gesellschaftlichen Teilhabe formuliert und die dafür bereits vorhandene und noch benötigte Assistenz definiert. Dafür könne ein flexibles Angebot, wie es in Aalen neu geschaffen wurde, einen wichtigen Beitrag liefern.


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