Neue Perspektive dank Azubis


Auf dem Hochsitz (v.l.n.r.) Natalie Zierhut, Ellen Endress, Shalin Eppler (Auszubildende der Firma Erbe), Karl-Heinz Kraft (kaufmännischer Leiter und Prokurist Erbe), Rainer Thede (Geschäftsführer Erbe) und Friedrich Haselberger (Manager Werkstätten und Service LWV.Eingliederungshilfe).

Seit vielen Jahren arbeiten die Firma Erbe Elektromedizin und die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Rappertshofen zusammen. Der Hersteller chirurgischer Hochpräzisions-geräte ist dabei nicht nur Auftraggeber für die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). Seit vergangenem Jahr haben alle Auszubildenden bei Erbe die Möglichkeit, im Rahmen von Lehre oder FH-Studium ein Sozialpraktikum in einer Einrichtung der LWV.Eingliederungshilfe zu absolvieren.


„Reines Fachwissen reicht heute nicht mehr aus. Persönliche und soziale Kompetenz ist im Berufsleben von zunehmender Bedeutung“, sagt Erbe-Geschäftsführer Rainer Thede. Die Kooperation sei deshalb ein Gewinn für beide Seiten, auch die Auszubildenden empfänden die Erfahrungen im Rahmen des Sozialpraktikums als sehr bereichernd. Die WfbM-Beschäftigten seien ihrerseits nicht nur ein „unverzichtbarer Teil der Erbe-Produktion“, sondern empfänden sich als „echte Erbe-Schaffer“, die ihre Arbeit mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit ausführten, so Thede.

Friedrich Haselberger, Manager des Geschäftsbereichs Werkstätten und Service bei der LWV.Eingliederungshilfe, betonte ebenfalls die Bedeutung der Kooperation. Die Werkstätten für Menschen mit Behinderung ermöglichten selbst Menschen mit schweren Beeinträchtigungen eine Teilhabe am Arbeitsleben. Umgekehrt hätten die Erbe-Azubis im praktischen Miteinander die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit Behinderung bei entsprechend organisierten Arbeitsprozessen und Anleitung in der Lage sind, hochwertige Produkte und Dienstleistungen zu erbringen.

Mit einer ungewöhnlichen Spende brachten die Auszubildenden ihren Dank für die Ausbildungskooperation selbst zum Ausdruck. In einem Werkprojekt hatten sie einen Hochsitz in handwerklicher Bauweise komplett selbst hergestellt. Diesen überreichten Natalie Zierhut, Ellen Endress und Shalin Eppler am vergangenen Freitag stellvertretend an die Einrichtung in Rappertshofen. Dort dient er nun als Beobachtungsstand für das „Mensch-und-Tier-Projekt (MuT)“. Klienten der Einrichtung pflegen dort gemeinsam mit fachkundigen Mitarbeitern Alpakas, Ziegen, Schafe und Kaninchen. Im MuT-Projekt fungieren die Tiere als Co-Therapeuten.

Auch nach außen entwickelt der Tierpark seine Wirkung: Familien, Kinder, Schulklassen oder Kindergartengruppen kommen wegen der Tiere immer wieder nach Rappertshofen. So sorgt das MuT-Projekt auch für Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Mit dem neuen Beobachtungsstand hat MuT eine zusätzliche Attraktion erhalten.

 

 


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