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„Eigenständigkeit und Sorge – einbeziehen und gemeinsam leben“
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Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
„Eigenständigkeit und Sorge – einbeziehen und gemeinsam leben“, dieses Motto hat sich unsere Gesellschaft gegeben. Es drückt das aus, wofür sich unsere über 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit mit Menschen mit Behinderungen engagieren.
Wir wollen, dass Menschen mit Behinderungen so eigenständig und selbstbestimmt wie nur irgendwie möglich wohnen und arbeiten können. Die Zeiten, in denen man glaubte, dass alle behinderten Menschen in eigens für sie geschaffenen Heimen und beschützenden Werkstätten am besten aufgehoben wären, sind definitiv vorbei. Deshalb bauen wir in unseren Heimen sukzessive Versorgungsstrukturen ab und geben den Menschen mit Behinderungen Eigenständigkeit und Lernmöglichkeiten zurück, die ihnen in den früheren Anstalten vergangener Zeiten verwehrt wurden. Parallel hierzu bauen wir gemeinwesenintegrierte Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen auf. Denn behinderte Menschen, das ist unsere Überzeugung, gehören mitten ins Gemeinwesen, Tür an Tür, Seite an Seite mit nichtbehinderten Menschen.
Das ist das Eine. Das Andere aber sind die Menschen mit Behinderungen, die in besonderer Weise unserer Fürsorge bedürfen, und dieses alte Wort benutzen wir ganz bewusst. Es drückt u. E. am besten aus, dass es natürlich immer noch Menschen gibt, die unsere besondere Zuwendung und Unterstützung brauchen. Diejenigen, die sich eben nicht selbst versorgen können, die komplett auf Hilfe von außen angewiesen sind, die im Wachkoma liegen oder von Geburt an so schwer geistig behindert sind, dass ihrer Eigenständigkeit enge Grenzen gesetzt sind, dürfen wir auch in Zukunft nicht im Stich lassen. Sie kommen in der aktuellen Debatte um die Kosten der Pflege und der Eingliederungshilfe oft zu kurz. Sie brauchen einen Rahmen, in dem intensive Hilfe geleistet werden kann. Das kann, muss aber nicht unbedingt im Heim sein. Auch schwerst behinderte Menschen können grundsätzlich mitten im Gemeinwesen leben und dort betreut werden. Fachlich ist das richtig. Billiger ist es nicht, zumindest dann nicht, wenn diesen Menschen die Hilfe zuteil werden soll, die sie für ein Leben in Würde brauchen.
Glauben Sie bitte nicht, dass dieses Konzept des „Community Living“, der selbstverständlichen Teilhabe behinderter Menschen an allen Prozessen im Gemeinwesen, auf ungeteilte Zustimmung stößt. Der Auszug behinderter Menschen aus Heimen und ihre Integration in unsere direkte Nachbarschaft stößt auf Bedenken, Ängste und Widerstände – bei den Menschen mit Behinderungen selbst, bei ihren Angehörigen, bei nicht behinderten Nachbarn, bei Kostenträgern und manchmal auch bei uns selbst. Dennoch halten wir dieses Konzept für die richtige Antwort auf kommende Herausforderungen.
Und nun dürfen wir Sie einladen zu einem virtuellen Spaziergang durch unsere Häuser in Markgröningen, Ellwangen, Reutlingen und Ulm.
Ihre Geschäftsführung der LWV.Eingliederungshilfe
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